Donnerstag, 02 Juli 2020


Sich in der eigenen Haut wohlfühlen
  
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Übermässiges Schwitzen (Hyperhidrose)

Hyperhidrose (übermässiges Schwitzen) ist die Veranlagung in aussergewöhnlichem Masse Schweiss zu produzieren. In der Schweiz sind etwa 1-2% der Bevölkerung davon betroffen. Hände Füsse und Achselhöhlen werden bei diesen Personen nass schon nach geringer körplicher Anstrengung, bei mässigen Temperaturen oder auch bei Emotionen. Dies ist für die Betroffenen nicht nur unangenehm, es kann behindernd sein für die Berufsausübung (Feinmechaniker, Elektriker) und ist beeinträchtigend für soziale Kontakte (nasse Hände und Schweissflecken an den Kleidern).

Zuerst werden einmal Aluminiumchlorid- Hexahydrat haltige Deodorantien angewendet, welche durch Verschluss der Schweissdrüsen-Ausführungsgänge die Schweissabsonderung reduzieren. Die nächste Stufe besteht in der Leitungswasser-Iontophororese, durch welche die Reizschwelle der Schweissdrüsensekretion erhöht wird. Sehr effizient ist die Injektion von Botox (Botulinumtoxin), mit welcher der Sekretionsreiz blockiert werden kann. Solche Behandlungen müssen alle 6 bis 8 Monate wiederholt werden und werden von der Krankenkasse zum Teil übernommen.

Wenn die verursachenden Substanzen nicht aus der näheren Umwelt verbannt werden können, dann fällt den Schutzmassnahmen grösste Bedeutung zu. Dazu gehören Schutzhandschuhe, Schutzcremen und sinnvolle schonende Waschlotionen.
Oftmals wird zur Beschleunigung der Abheilung des Ekzemes kurzfristig eine entzündungshemmende (Steroid haltige) Crème verschrieben.