Mittwoch, 25 November 2020


Sich in der eigenen Haut wohlfühlen
  
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Muttermalkontrolle

Muttermale, Pigmentmale, Leberflecken, oder Schönheitsmale, Lateinisch Naevus/Naevi genannt, sind umschriebene Formationen der Haut, die durch eine embryonale Fehlbildung entstanden sind. Manche sind bereits bei der Geburt vorhanden, sie können sich zu jedem späteren Zeitpunkt entwickeln. Muttermale können irgendwo auf der Haut vorkommen. Die meisten sind pigmentiert, es gibt auch hautfarbene. Unter wiederholten Sonnenbränden können sich die Muttermale zahlenmässig vermehren, dadurch steigert sich auch das Risiko der Entwicklung eines schwarzen Hautkrebses (Melanomes)

Personen, die viele (mehr als 50) Muttermale haben, sollten diese regelmässig alle zwei Monate selber kontrollieren, um festzustellen, ob sich eines davon verändert:

Zur Erkennung atypischer Muttermale ist die ABCD Regel hilfreich:
- Asymmetrie: asymmetrische, unregelmässige, Form
- Begrenzung: unregelmässige, unscharfe Begrenzung
- Color (Farbe): verschiedenfarbig, fleckig
- Dynamik: Veränderung in Grösse, Farbe, Form, Dicke

Je nach individueller Belastung kann eine jährliche Kontrolle durch den Hautarzt sinnvoll sein. Mittels Auflichtmikroskopie (Dermatoskopie) kann die Pigmentstruktur erkannt werden, was mehr Aufschluss über die Gutartigkeit der Muttermale zulässt.

Die Behandlung der Muttermale besteht in der chirurgisches Exzision (Auschneiden), welche die mikroskopische Untersuchung derselben ermöglicht. Die Entfernung von Muttermalen aus kosmetischen Gründen mit dem Laser muss mit äusserster Vorsicht erfolgen. Auflichtmikroskopische Voruntersuchung durch den Dermatologen und eine Shaveentnahme zur histologischen (mikroskopischen) Kontrolle sind Voraussetzung. Das Risiko bei diesem Prozedere besteht in der unvollständigen Laserung eines möglichen Melanomes, das dadurch verzögert, event zu spät diagnostiziert wird.