Sonntag, 27 September 2020


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Akne

Akne ist eine genetisch bedingte Erkrankung der Talgdrüsen. Unter dem Einfluss von männlichen Hormonen kommt es zu einer gesteigerten Talgproduktion und zu einer Verhornungsstörung der Talgdrüsenausführungsgänge. Die Folge davon sind Mittesser (Komedonen), die wenn geschlossen als schwarze Punkte und wenn geöffnet als weisse Knötchen zu erkennen sind. Diese sind vorwiegend im Gesicht, aber auch im Décolleté und am Rücken lokalisiert. Durch Einwanderung von Bakterien kommt es zur Umwandlung der Komedonen in entzündliche rote oder gelbe Pickel ( Papeln und Pusteln), aus denen sich in schweren Fällen dicke Knoten und Zysten entwickeln können. Die entzündlichen Akneveränderungen können später unter Umständen Narben hinterlassen.
Die Akne tritt zwar vorwiegend in der Pubertät auf, kann aber in gewissen Fällen viele Jahre darüber hinaus andauern.

Die Behandlung richtet sich nach Stadium sowie Ausprägung der Akne und ist abhängig vom Leidensdruck der/des Betroffenen. Schälmittel bei Mitesserakne, bei entzündlicher Form in Kombination mit örtlichen oder eventuell systemischen Antibiotika sind Basistherapeutika. Isotretinoin (Roaccutan oder ein Genericum) bewährt sich seit 30 Jahren als ein äusserst wirksames Mittel bei schwereren Akneformen. Bei vorsichtigem Einsatz durch den Dermatologen gilt es trotz negativer Kommentare immer noch als sicheres Medikament. Aknenarben erfordern oft das Zusammenwirken von verschiedenen Therapiemodalitäten.