Dienstag, 26 Januar 2021


Sich in der eigenen Haut wohlfühlen
  
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Hyperhidrose (übermässiges Schwitzen) ist die Veranlagung in aussergewöhnlichem Masse Schweiss zu produzieren. In der Schweiz sind etwa 1-2% der Bevölkerung davon betroffen. Hände Füsse und Achselhöhlen werden bei diesen Personen nass schon nach geringer körplicher Anstrengung, bei mässigen Temperaturen oder auch bei Emotionen. Dies ist für die Betroffenen nicht nur unangenehm, es kann behindernd sein für die Berufsausübung (Feinmechaniker, Elektriker) und ist beeinträchtigend für soziale Kontakte (nasse Hände und Schweissflecken an den Kleidern).

Zuerst werden einmal Aluminiumchlorid- Hexahydrat haltige Deodorantien angewendet, welche durch Verschluss der Schweissdrüsen-Ausführungsgänge die Schweissabsonderung reduzieren. Die nächste Stufe besteht in der Leitungswasser-Iontophororese, durch welche die Reizschwelle der Schweissdrüsensekretion erhöht wird. Sehr effizient ist die Injektion von Botox (Botulinumtoxin), mit welcher der Sekretionsreiz blockiert werden kann. Solche Behandlungen müssen alle 6 bis 8 Monate wiederholt werden und werden von der Krankenkasse zum Teil übernommen.

Wenn die verursachenden Substanzen nicht aus der näheren Umwelt verbannt werden können, dann fällt den Schutzmassnahmen grösste Bedeutung zu. Dazu gehören Schutzhandschuhe, Schutzcremen und sinnvolle schonende Waschlotionen.
Oftmals wird zur Beschleunigung der Abheilung des Ekzemes kurzfristig eine entzündungshemmende (Steroid haltige) Crème verschrieben.

Akne ist eine genetisch bedingte Erkrankung der Talgdrüsen. Unter dem Einfluss von männlichen Hormonen kommt es zu einer gesteigerten Talgproduktion und zu einer Verhornungsstörung der Talgdrüsenausführungsgänge. Die Folge davon sind Mittesser (Komedonen), die wenn geschlossen als schwarze Punkte und wenn geöffnet als weisse Knötchen zu erkennen sind. Diese sind vorwiegend im Gesicht, aber auch im Décolleté und am Rücken lokalisiert. Durch Einwanderung von Bakterien kommt es zur Umwandlung der Komedonen in entzündliche rote oder gelbe Pickel ( Papeln und Pusteln), aus denen sich in schweren Fällen dicke Knoten und Zysten entwickeln können. Die entzündlichen Akneveränderungen können später unter Umständen Narben hinterlassen.
Die Akne tritt zwar vorwiegend in der Pubertät auf, kann aber in gewissen Fällen viele Jahre darüber hinaus andauern.

Die Behandlung richtet sich nach Stadium sowie Ausprägung der Akne und ist abhängig vom Leidensdruck der/des Betroffenen. Schälmittel bei Mitesserakne, bei entzündlicher Form in Kombination mit örtlichen oder eventuell systemischen Antibiotika sind Basistherapeutika. Isotretinoin (Roaccutan oder ein Genericum) bewährt sich seit 30 Jahren als ein äusserst wirksames Mittel bei schwereren Akneformen. Bei vorsichtigem Einsatz durch den Dermatologen gilt es trotz negativer Kommentare immer noch als sicheres Medikament. Aknenarben erfordern oft das Zusammenwirken von verschiedenen Therapiemodalitäten.

Psoriasis ist eine chronisch verlaufende entzündliche Hautkrankheit, der eine familiär gehäufte Disposition zu Grunde liegt und zu deren Auslösung Faktoren ganz unterschiedlicher Art beitragen. Eine Heilung sollte nicht versprochen werden, hingegen können je nach Schweregrad die Erscheinungen mit einer grossen Anzahl von Medikamenten behoben oder zumindest gelindert werden.

Zu den in äusserlich anwendbaren Salben gehören Wirkstoffe wie Vitamin D Analoga (Daivonex, Curatoderm, Silkis) Calcineurin-Inhibitoren (Protopic, Elidel), Cignolin und Steroide (Cortisonpräparate) sowie Salicylsäure und Harnstoff die in verschiedenen Pflegeprodukten enthalten sind (Kerasal, Carbamid, Excipial U Lipo Lotio, Eucerin Urea Lotion). Bei ausgedehnteren Fällen kommt die Lichttherapie mit UVB1 Strahlen und UVA nach Lichtsensibilisierung mit Meladinin zum Einsatz oder es werden innerliche Medikamente gegeben wie Retinoide (Neotigason) Fumarsäureester (Fumaderm) Methotrexat, Cyclosporin und in ganz speziellen Fällen Biologics Efalizumab (Raptiva®) Etanercept (Enbrel®), Alefacept (Amevive®), Infliximab (Remicade®) Adalimumab Humira®.

Definition
Unter Kontaktekzemen versteht man Hauterkrankungen die durch Kontakt mit von aussen zugefügten Substanzen entstehen. Sie können eine allergische Ursache haben (z.B. Nickelekzem). Sie können aber auch durch reine Irritation (Reizung) der Haut entstehen (z.B. Abnützungsekzem bei häufigem Kontakt mit Putzmitteln). Allergische Kontaktekzeme treten z.B. auf bei Kontakt mit Kosmetika, Schmuck, Leder, Konservierungsmittel, Salbengrundlagen oder Textilien.

Wie sieht das Kontaktekzem aus?
Das Kontaktekzem äussert sich durch Juckreiz, Rötung, Bläschenbildung und Schuppung im Bereich der Kontaktstelle, kann aber beim allergischen Kontaktekzem auch an andere Körperstellen streuen.

Diagnose und Behandlung
Die genaue Erhebung der Anamnese (Vorgeschichte) kann in vielen Fällen bereits verursachende Kontaktsubstanzen hervorbringen. Wichtigste Allergieabklärung besteht im Epikutantest (Läppchenprobe). Dem Patienten werden dabei Testpflaster mit Allergenen auf den Rücken geklebt. Diese bleiben für 2 Tage dort, werden dann am 3. Tag abgenommen und an diesem sowie am 4. Tag bewertet.
Nach bekannt werden der verursachenden Substanz ist natürlich die Kontaktmeidung derselben die wichtigste Massnahme, die eigentlich die Besserung schon herbeiführen sollte.