Samstag, 19 August 2017

Phlebologie (Venenerkrankungen)

Besenreiser

Besenreiser sind oberflächliche, blauviolette oder rote, feine erweiterte Äderchen an den Beinen. Sie haben keine Krankheitsbedeutung, die Behandlung geschieht also aus kosmetischen Gründen.
Goldstandard für deren Behandlung ist nach wie vor die Skerotherapie (Verödung der Venen) wobei das Skerlosierungsmittel gelegentlich als Schaum in die erweiterten Gefässe gespritzt wird.
Die Photokoagulation der Venen mit der IPL-Technik (intensiv geplustes Licht) oder mit dem Laser (langepulstem Neodym:YAG Laser) ist angebracht wo die Skerosierung nicht möglich ist oder bei Patientinnen mit needlephobia (Angst vor der Nadel).

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Krampfadern

Varizen (Krampfadern) sind erweiterte, oft gewundene, schmerzhafte oberflächliche Venen, die entstehen durch eine ungenügende Funktion der Venenklappen. Im weiteren Sinn haben etwa 50% der Bevölkerung westlicher Industriestaaten Varizen, wobei diese nur in 10% einen Krankheitswert aufweisen.
Diagnostik und Ausmassbestimmung stützt sich auf Ultraschall Doppler Untersuchung.
Die Behandlung von Varizen mit relevanter Beeinträchtigung der venösen Blutzirkulation wird von der Krankenkasse als medizinisch indiziert (angezeigt) übernommen und erfordert eventuell einen chirurgischen Eingriff. Dieser ist oft minimal-invasiv und unter ambulanten Bedingungen möglich (Phlebektomie, endovenöse Radiofrequenz- und Lasertherapie).
Zu einem grossen Teil der Fälle handelt es sich um ein kosmetisches Problem, das mit Sklerotherapie resp mit Schaumsklerosierung (Venenverödung mit Spritze) oder Photokoagulation mit IPL-Technik (Intensiv gepulstes Licht) und Laser zum Beispiel mit dem langgepulsten Neodym:YAG Laser behandelt wird.
Wenn die obigen Massnahmen nicht durchgeführt werden können oder nicht gewünscht werden, dann bleibt die Kompression mittels Kompressionsbinden oder –strümpfen um die venöse Strömung zu verbessern.

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