Freitag, 21 Juli 2017

Dermatologie Behandlungen

Akne

Was ist Akne?
Akne ist eine genetisch bedingte Erkrankung der Talgdrüsen. Unter dem Einfluss von männlichen Hormonen kommt es zu einer gesteigerten Talgproduktion und zu einer Verhornungsstörung der Talgdrüsenausführungsgänge. Die Folge davon sind Mittesser (Komedonen), die wenn geschlossen als schwarze Punkte und wenn geöffnet als weisse Knötchen zu erkennen sind. Diese sind vorwiegend im Gesicht, aber auch im Décolleté und am Rücken lokalisiert. Durch Einwanderung von Bakterien kommt es zur Umwandlung der Komedonen in entzündliche rote oder gelbe Pickel ( Papeln und Pusteln), aus denen sich in schweren Fällen dicke Knoten und Zysten entwickeln können. Die entzündlichen Akneveränderungen können später unter Umständen Narben hinterlassen.
Die Akne tritt zwar vorwiegend in der Pubertät auf, kann aber in gewissen Fällen viele Jahre darüber hinaus andauern.

Behandlungsmöglichkeiten
Die Behandlung richtet sich nach Stadium sowie Ausprägung der Akne und ist abhängig vom Leidensdruck der/des Betroffenen. Schälmittel bei Mitesserakne, bei entzündlicher Form in Kombination mit örtlichen oder event. systemischen Antibiotika sind Basistherapeutika. Isotretinoin (Roaccutan oder ein Genericum) bewährt sich seit 25 Jahren als ein äusserst wirksames Mittel bei schwereren Akneformen. Bei vorsichtigem Einsatz durch den Dermatologen gilt es trotz negativer Kommentare immer noch als sicheres Medikament. Möglicherweise vor dem Hintergrund einer gewissen Roaccutanmüdigkeit gewinnt die Behandlung der Akne mit dem Laser an Bedeutung. Aknenarben erfordern oft das Zusammenwirken von verschiedenen Therapiemodalitäten. Der Fractional Laser von Palomar erweist sich als effizentes und zugleich schonendes Instrument bei Aknenarben.

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Hautkrebs

Weshalb und wo kommt es zum Hautkrebs?
Unter der verstärkten und zeitlich verlängerten Sonneneinstrahlung ist Hautkrebs zur häufigsten Krebsart unserer Zeit geworden. In Abhängigkeit davon tritt er dort am häufigsten dort auf, wo die Haut am meisten der Sonne ausgesetzt ist, so im Gesicht, an den Ohren, an unbehaarter Kopfhaut, Handrücken, Vorderarmen, Unterschenkeln. Er kann aber irgendwo am Körper auftreten. Wir unterscheiden, das Basaliom, welches zu den halbbösartigen (semimaligne) Krebsen gehört, da es praktisch nie Tochtergeschwulste macht; das Spinaliom, dessen sehr häufige Vorstufe aktinische (Ultraviolett verusachte) Praecancerose mit einfachen nicht-chirugischen Mitteln behandelt werden kann. Dazu gehört auch das Melanom, schwarzer Hautkrebs, das nicht immer pigmentiert ist. Die übrigen Hautkrebse, die von Hautananhangsorganen ausgehen oder Sonderformen von Lymphdrüsenkrebs darstellen sind seltener.

Behandlung
Je nach Art des Hautkrebses und in Abhängigkeit von seiner Lokalisation kommen unterschiedliche Verfahren zur Anwendung: chirurgische Excision (Auschneiden) Kryotherapie (Vereisen) Laser, Röntgenoberflächenbestrahlung, Salbentherapien. Die Kombination verschiedener Methoden, ermöglicht schonendes Vorgehen.
Die Behandlung von Hautkrebsen hat in den meisten Fällen gut Erfolgsaussichten, vorausgesetzt eine Frühdiagnose findet statt.
Alle Dermatologen und alle Dermatologischen Gesellschaften weltweit werden deshalb nicht müde, die Bevölkerung zur Praevention (Vorsorge) zu ermuntern, was richtiges Verhalten gegenüber dem Sonnenlicht und Selbstkontrolle der Haut beinhaltet.
Die Praxis Dr. Thürlimann nimmt regelmässig am nationalen Hautkrebstag der Schweizerischen Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie und der Schweizerischen Krebsliga teil.

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Muttermale Naevi

Muttermale, Pigmentmale, Leberflecken, oder Schönheitsmale, Lateinisch Naevus/Naevi genannt, sind umschriebene Formationen der Haut, die entstanden sind durch eine embryonalen Fehlbildung. Manche sind bereits bei der Geburt vorhanden, sie können sich zu jedem späteren Zeitpunkt entwickeln.

Symptome/betroffene Körperregionen
Muttermale können irgendwo auf der Haut vorkommen. Die meisten sind pigmentiert, es gibt auch hautfarbene. Unter wiederholten Sonnenbränden können sich die Muttermale zahlenmässig vermehren, dadurch steigert sich auch das Risiko der Entwicklung eines schwarzen Hautkrebses (Melanomes)

Krebsvorsorgeuntersuchung
Personen, die viele (mehr als 50) Muttermale haben, sollten diese regelmässig alle zwei Monate selber kontrollieren, um festzustellen, ob sich eines davon verändert:

Zur Erkennung atypischer Muttermale ist die ABCD Regel hilfreich:
• Asymmetrie: asymmetrische, unregelmässige, Form
• Begrenzung: unregelmässige, unscharfe Begrenzung
• Color (Farbe): verschiedenfarbig, fleckig
• Dynamik: Veränderung in Grösse, Farbe, Form, Dicke

Je nach individueller Belastung kann eine jährliche Kontrolle durch den Hautarzt sinnwoll sein. Mittels Auflichtmikroskopie (Dermatoskopie) kann die Pigmentstruktur erkannt werden, was mehr Aufschluss über die Gutartigkeit der Muttermale zulässt.

Behandlung
Die Behandlung der Muttermale besteht in der chirurgisches Excision (Auschneiden), welche die mikroskopische Untersuchung derselben ermöglicht. Die Entfernung von Muttermalen aus kosmetischen Gründen mit dem Laser muss mit äusserster Vorsicht erfolgen. Auflichtmikroskopische Voruntersuchung durch den Dermatologen und eine Shaveentnahme zur histologischen (mikroskopischen) Kontrolle sind Voraussetzung. Das Risiko bei diesem Prodedere besteht in der unvollständigen Laserung eines möglichen Melanomes, das dadurch verzögert, event zu spät diagnostiziert wird.
 

Psoriasis (Schuppenflechte)

Psoriasis ist eine chronisch verlaufende entzündliche Hautkrankheit, der eine familiär gehäufte Disposition zu Grunde liegt und zu deren Auslösung Faktoren ganz unterschiedlicher Art beitragen. Eine Heilung sollte nicht versprochen werden, hingegen können je nach Schweregrad die Erscheinungen mit einer grossen Anzahl von Medikamenten behoben oder zumindest gelindert werden.

Zu den in äusserlich anwendbaren Salben gehören Wirkstoffe wie Vitamin D Analoga (Daivonex, Curatoderm, Silkis) Calcineurin-Inhibitoren (Protopic, Elidel), Cignolin und Steroide (Cortisonpräparate) sowie Salicylsäure und Harnstoff die in verschiedenen Pflegeprodukten enthalten sind (Kerasal, Carbamid, Excipial U Lipo Lotio, Eucerin Urea Lotion). Bei ausgedehnteren Fällen kommt die Lichttherapie mit UVB1 Strahlen und UVA nach Lichtsensibilisierung mit Meladinin zum Einsatz oder es werden innerliche Medikamente gegeben wie Retinoide (Neotigason) Fumarsäureester (Fumaderm) Methotrexat, Cyclosporin und in ganz speziellen Fällen Biologics Efalizumab (Raptiva®) Etanercept (Enbrel®), Alefacept (Amevive®), Infliximab (Remicade®) Adalimumab Humira®.

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Übermässiges Schwitzen (Hyperhidrose)

Hyperhidrose (übermässiges Schwitzen) ist die Veranlagung in aussergewöhnlichem Masse Schweiss zu produzieren. In der Schweiz sind etwa 1-2% der Bevölkerung davon betroffen. Hände Füsse und Achselhöhlen werden bei diesen Personen nass schon nach geringer körplicher Anstrengung, bei mässigen Temperaturen oder auch bei Emotionen. Dies ist für die Betroffenen nicht nur unangenehm, es kann behindernd sein für die Berufsausübung ( Feinmechaniker, Elektriker) und ist beeinträchtigend für soziale Kontakte (nasse Hände und Schweissflecken an den Kleidern).

Behandlung
Zuerst werden einmal Aluminiumchlorid- Hexahydrat haltige Deodorantien angewendet, welche durch Verschluss der Schweissdrüsen-Ausführungsgänge die Schweissabsonderung reduzieren. Die nächste Stufe besteht in der Leitungswasser-Iontophororese, durch welche die Reizschwelle der Schweissdrüsensekretion erhöht wird. Sehr effizient ist die Injektion von Botox (Botulinus-Toxin), mit welcher der Sekretionsreiz blockiert werden kann. Solche Behandlungen müssen alle 6 bis 8 Monate wiederholt werden werden von den Krankenkasse zum Teil übernommen.

In sehr schweren Fällen kommt die chirurgische Durchtrennung der Nervenstränge in Betracht, welche für die Aktivitiät der Schweissdrüsen verantwortich sind. Bei Hyperhidrose der Achselhöhlen können auch die Schweissdrüsen tragenen Hautpartien excidiert oder mit einem kleinern Eingriff die Schweissdrüsen curettiert (ausgekratzt und abgesaugt) werden.